Unsere Olivenernte auf Thassos

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Ein kleines Ernte-Tagebuch...

 

Jedes Jahr im November / Dezember ist es soweit: Wir ernten!

Der Zeitpunkt der Ernte richtet sich nach dem Reifegrad der Oliven. Sobald die Oliven dunkel-lila bis schwarz und teilweise glänzend sind, fangen wir an, in Handarbeit zu ernten.

 

Am ersten Tag müssen wir uns erst einmal organisieren und einarbeiten. Die Einarbeitungsphase geht jedoch mittlerweile ziemlich schnell. Danach weiß jeder, was  zu tun ist - ohne Worte. Die riesigen Netze werden am Boden unter den Olivenbäumen lückenlos ausgelegt und dann wird Baum für Baum systematisch abgeerntet: bei großen Bäumen ernten 2 Personen alles, was sich in Reichweite bzw. in Leiterhöhe befindet und 2 klettern auf den Baum und ernten von oben. Natürlich wird auch immer wieder geschaut, dass wir keinen Ast vergessen habe, denn manchmal sieht man vor lauter Oliven gar nix mehr.

 

Wir ernten in Handarbeit, sodass die Oliven bei der Ernte nicht so fest beschädigt sind. Reife Oliven sind einfach empfindlicher als grüne Oliven. ABER: sie geben einfach das bessere Olivenöl!

Die Ernte ist manchmal ein ganz schöner Balanceakt. Der Olivenhain ist ja nicht brett-eben, sondern ziemlich hügelig mit Grasbüscheln und kleineren Büschen. Und dann muss man noch zwischen auf den Netzen liegenden Oliven balancieren, sodass man sie nicht zertritt. Das gelingt immer gut, wenn man vorsichtig auf die "Hügel" im Netz tritt. Deshalb wurde das Gras um die Olivenbäume im Spätsommer geschnitten, sodass es ca. 10 cm hoch ist.

So ein Erntetag ist echt anstrengend: Wenn die ersten Bäume abgeerntet sind, müssen die Oliven in den Netzen "zusammengerollt" und per Hand die kleinen Äste aussortiert werden, sodass nur noch Blätter und Oliven übrig bleiben. Aber bitte schön vorsichtig, dass die kleinen Kügelchen nicht einfach übers Netz hinausrollen! Das ist die Herausforderung :-). Danach werden kleine Kisten mit den aussortierten Oliven befüllt. Kleine Kisten, weil so die empfindlichen reifen Oliven nicht durch das eigene Gewicht zerquetscht werden.

 

Bei Sonnenuntergang müssen wir schnell sein: innerhalb ein paar Minuten wird es dunkel. Alles wegräumen und verladen.

 

Dann ist es endlich soweit: es wird gepresst! Das ist unheimlich spannend, denn man sieht endlich das Endergebnis der harten Erntearbeit. Es riecht so unheimlich lecker nach frischem Olivenöl.

Die Oliven werden auf ein Laufband geschüttet - unterwegs werden die restlichen Blätter mit Luft "herausgeblasen" (wir wollen ja reines Olivenöl ohne Blätter und Äste) und die Oliven werden gewaschen. in dieser "Waschstraße" sammeln wir eventuell verbleibende restliche Blätter von Hand heraus. Viele Blätter sind das allerdings nicht, denn das Gebläse arbeitet echt gut. Danach werden die Oliven "zerschlagen" und die hier entstehende Maische wird einige Zeit lang ständig bewegt, um das Öl zu gewinnen. Danach wird gepresst und abgefüllt.

 

Das frische Thassos Olivenöl ist noch echt scharf aber schmeckt jetzt schon sooooo lecker. Unser Thassos Olivenöl muss nun noch einige Monate ruhen und reifen - wie ein guter Wein. Dabei setzen sich das Fruchtfleisch und die Schwebstoffe am Boden ab und wir nutzen nur das danach entstehende klare goldene Thassos Olivenöl. Ein gutes frisches Olivenöl muss fruchtig und ein kleines bisschen bitter und auch ein kleines bisschen scharf schmecken (Qualitätsmerkmal eines guten Olivenöls). Aber keine Sorge - mit der Zeit wird unser Thassos Olivenöl immer milder.

 

Die harte Erntearbeit macht wirklich Spaß, wenn man am Ende ein so tolles Produkt erhält und man weiß, dass das durch Handarbeit und ganz schonende Behandlung der Oliven und Olivenbäume geschehen ist.

Wir freuen uns nach der Ernte eines jeden Baumes schon jetzt auf das nächste Jahr voller leckerer Oliven.

 

So erhalten wir unser leckeres Thassos Olivenöl der besten Qualität, das unsere Kunden so lieben.

 

 

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